Fingerarthrose: Ursachen, Diagnose, Therapie

Mani con cerotto

Wenn sich an den Fingergelenken kleine Knoten bilden und die Fingergelenke schmerzen, so ist eine Arthrose meist die Ursache, es zeigt sich ein Verschleiß des Gelenkknorpels. Dieser Verschleiß ist stärker als der im Alter zu sehende. Von der Fingerarthrose werden normalerweise zehnmal mehr Frauen als Männer befallen, bei Frauen ist ein Anstieg in den Wechseljahren zu finden.

Die Ursachen der Fingerarthrose

Die Fingerarthrose zeigt sich in Schmerzen in den Fingergelenken und/oder durch eine Knötchenbildung, die man fühlen kann. Fühlen bereits einige Betroffene bei einer vergleichsweise wenig ausgeprägten Fingerarthrose starke Schmerzen, so haben Betroffene bei denen die Fingerarthrose stärker ausgeprägt ist, kaum Beschwerden. Es wird unterschieden zwischen der primären und der sekundären Fingerarthrose. Bei der primären Fingerarthrose ist die Ursache häufig unklar, so kann die sekundäre Fingerarthrose eine Folge von bestimmten Erkrankungen oder einer Fehlstellung sein. Eine Fingerarthrose zeigt sich in einer Knorpelschädigung der Fingermittel- und/oder der Endgelenke der Finger. Da eine Fingerarthrose vorwiegend bei Frauen vor oder zeitgleich mit den Wechseljahren auftritt, sieht die Medizin einen Zusammenhang zwischen der primären Arthrose und den Veränderungen die der Hormonhaushalt mit sich bringt. Dazu gehört beispielsweise das Abnehmen der Geschlechtshormone. Darüber hinaus wird bei dieser primären Fingerarthrose ein sogenannter genetischer Einfluss vermutet. So erhöht ein Gelenkverschleiß den nahe Verwandten wie Mutter oder Großmutter haben, das Risiko selbst eine Fingerarthrose zu bekommen.

 

Die Diagnose bei der Fingerarthrose

Eine sekundäre Fingerarthrose die als Ursache eine Erkrankung ist, kann aufgrund von Gicht entstehen. Dabei lagern sich Kristalle an den Fingergelenken ab. Auch verschiedene Stoffwechselerkrankungen zählen zum Auslöser. Ebenso können Knochenveränderungen wie beispielsweise eine Osteoporose zu der Fingerarthrose führen. Aber auch Gelenkfehlstellungen, wie sie aus Unfällen herrühren oder angeboren sind, kann eine Fingerarthrose hervorrufen. Mit ein Grund ist auch eine ständige Belastung der Fingergelenke oder ein ständiger Bewegungsmangel.
Um die Diagnose einer Fingerarthrose zu stellen, wird der Arzt die Symptome wie ein moderates Anschwellen oder ein Heißwerden der Fingergelenke und auch eventuelle Vorerkrankungen in der Familie erfragen. Die Fingerbeweglichkeit wird überprüft, es schließen sich Röntgenuntersuchungen an. Der Verlauf einer Fingerarthrose stellt sich schleichend dar. Eine beginnende Fingerarthrose, die noch keine Beschwerden macht, wird auch als stumme Arthrose bezeichnet, sie bleibt oft unentdeckt. Mit dem Fortschreiten der Gelenkerkrankung können sich dann erste Symptome ausbilden, wann und ob überhaupt solche eintreten, ist von Fall zu Fall verschieden.

Die Therapie bei der Fingerarthrose

Wird eine sekundäre Fingerarthrose behandelt, die ja eine Grunderkrankung hat, so muss diese Erkrankung zuerst ausgeschaltet werden. Solch eine therapeutische Maßnahme kann sich bei einer Fingerarthrose als positiv darstellen. Aber in den meisten Fällen handelt es sich um eine primäre Erkrankung, wo eine Behandlung der Ursachen nicht möglich ist. Ein besonders wichtiges Ziel der Therapie ist das Bekämpfen von Schmerzen, die eine Fingerarthrose anzeigt. Beim ersten Auftreten von Symptomen raten deshalb Mediziner eine Überanstrengung der Gelenke zu vermeiden, spezielle Griffverstärkungen anzuwenden und die Gelenke zu schonen, auch im Alltag. Eine Vorbeugung zur primären Fingerarthrose kann bedingt vorgebeugt werden. So zählt beispielsweise das Überanstrengungen der Fingergelenke dazu. Der sekundären Fingerarthrose kann entgegen gesteuert werden, wenn eventuell vorhandene Grunderkrankungen ausgeschlossen werden und die Gelenkveränderung konsequent behandelt wird. Einer Symptomverschlimmerung kann durch gelenkschonende Handgriffe vorgebeugt werden.
Gegen akut auftretende Schmerzen können Salben oder Cremes die entzündungshemmende Substanzen haben helfen. Werden die Cremes mit Ultraschall verabreicht, so können die Wirkstoffe schneller an den Entzündungsherd gelangen. Auch eine durchblutungsfördernde Reizstromtherapie kann eine Alternative sein. Ist der Krankheitsverlauf aber sehr schwer, so kann ein operativer Eingriff möglich sein. Weitere Informationen: http://www.arthrose-finger.de/

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