Alternativen zum Haushaltzucker

Drei, vier, fünf weiße Tabletten landeten im Kaffee und machten ihn süß. Eine Zeit lang waren diese kleinen Süßstoff-Pillen sehr in Mode, sollte damit doch der Verzehr von Haushaltzucker gesenkt werden. Das war zunächst ganz gut gedacht, denn der Zuckerverbrauch stieg innerhalb der der letzten Jahrzehnte stetig an und wir Deutschen essen mehr davon, als uns gut tut.

Nun fand sich im Süßstoff jedoch auch nicht die Lösung des Problems, da dieser zum einen synthetisch hergestellt ist und somit noch weniger natürliche Mineralien etc. enthält (nämlich keine) als der raffinierte Industriezucker (Haushaltszucker). Zum anderen wurde nachgewiesen, dass sich Süßstoffe (Saccharin, Laevulose, Acesulfam, Cyclamat) ebenfalls negativ auf den Blutzuckerspiegel auswirken und die Bauchspeicheldrüse wird genauso zum Insulinausstoß animiert wie beim Haushaltszucker. Es wird mittlerweile sogar von einer schädigenden Wirkung der Süßstoffe für den Organismus ausgegangen, so steht Aspartam (z.B. in Cola light enthalten) im Verdacht, krebserregend zu sein.

Nicht zu empfehlen sind des Weiteren Zuckeraustauschstoffe wie Maltit, und Sorbit sowie brauner Zucker, der keinesfalls gesünder ist als sein weißer Bruder. Besser, wenn auch nicht das Beste – ist Honig, jedoch nur, wenn er kaltgeschleudert ist. Trotzdem sind auch in diesem nicht mehr allzu viele Nährstoffe, Mineralien und Vitamine enthalten.

 Obst, Trockenfrüchte, Stevia & Co

Der natürlichste und so gesehen beste Zucker-Ersatz ist Fruchtzucker (Fruktose). Er findet sich in Gemüse und vor allem im Obst. Fruchtzucker treibt den Insulinspiegel nicht schlagartig in die Höhe, es wird sogar auf Grund des niedrigen Glykämischen Indexes kaum Insulin ausgeschüttet, weshalb die Bauchspeicheldrüse geschont wird. Zudem ist Obst ein vollwertiges Nahrungsmittel, das uns außerdem Vitamine und Mineralien liefert. Wer unter einer Fruktose-Unverträglichkeit leidet, sollte weniger Früchte essen, jedoch nicht gänzlich darauf verzichten.

Auch Trockenfrüchte können als Süßungsmittel verwendet werden, sie enthalten Mineralstoffe, Ballaststoffe und Spurenelemente. Allerdings ist Vorsicht geboten: Die Fruktose-Konzentration ist sehr hoch und Trockenfrüchte haben viel Kalorien.

Ein guter Zuckerersatz ist Stevia. Und da es nun freigegeben ist, sollte es auch für jeden zu bekommen sein. Beim Kauf ist aber unbedingt auf Produktreinheit zu achten, denn so manches im Handel erhältliche Erzeugnis ist mit raffiniertem Zucker gemischt. Stevia hat keine Kalorien und treibt den Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe.

Sie können es einmal mit Agavendicksaft versuchen, der aus Fructose und Glucose besteht. Hier müssen Sie darauf achten, dass es sich um naturbelassenen Agavendicksaft handelt und nicht etwa um industriell hergestellten.

Apfeldicksaft ist eine weitere Alternative zum Haushaltszucker. Er ist gesünder, allerdings hat er einen hohen Glykämischen Index und nur  wenige Vitamine.

Da unser Körper keinen zusätzlichen Zucker benötigt, weil er sich diesen bei einer ausgewogenen vollwertigen Ernährung aus den Nahrungsmitteln holt, sollte auch mit Zuckerersatzstoffen sparsam umgegangen werden.